2. Herren - Solider Saisonstart für SG Vaihingen-Ludwigsburg

von Sven Hartmann (Kommentare: 0)

Am Sonntag starteten die Hockeyherren in die neue Hallensaison. Am Ende stehen eine Niederlage und ein Sieg.

Wie erwartet war der Kader in der, für die Hallensaison, neuen Spielgemeinschaft voll besetzt. Einige Spieler konnten sogar nicht berücksichtigt werden. „Das sind echte Luxusprobleme, aber natürlich auch sehr schade um jeden, dem man absagen muss.“, beschreibt Daniel Löpsinger die Situation.

In der ersten Partie traf die SG auf den Mannheimer HC. Auch die Gäste hatten einen vollbesetzten Kader dabei. Dies lag vor allem daran, dass auch Spieler aus höher klassischen Mannschaften des Vereins dabei waren. Eine Praxis, die bei großen Vereinen zu Saisonbeginn nicht selten ist. Erst ab dem vierten Spiel ist ein Spieler in seiner Mannschaft festgespielt, schreibt die Spielordnung vor und riskiert damit gewisse Wettbewerbsverzerrungen. Dennoch entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Hausherren direkt gut starteten. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich in den ersten zehn Minuten größtenteils und es ergaben sich nur wenige Torchancen. Erfolgreich war dann zuerst die SG. David Maczynski, eigentlich Verteidiger, war kurzfristig im Sturm eingewechselt wurden und erzielte aus spitzem Winkel den Führungstreffer. Mannheim wurde danach etwas dominanter und erspielte sich ein leichtes Chancenplus. Zählbares kam dabei zunächst jedoch noch nicht heraus. Begünstigt wurde das Übergewicht des MHC durch eine schwere Verletzung von Sven Wiesebrock, der sich im Zweikampf mit dem gegnerischen Torhüter das Knie verdrehte. Unter starken Schmerzen wurde er einige Minuten auf dem Feld behandelt und humpelte danach in die Kabine. Zehn Sekunden vor der Halbzeitpause fiel dann doch noch der Ausgleich. „Das hat uns geärgert, weil wir nicht schnell genug umgeschaltet haben.“, stellt Matthias Hallmann klar. Dennoch konnte in der Pause eine positive Zwischenbilanz gezogen werden und für die zweiten zwanzig Minuten sollte die Marschrichtung unverändert beibehalten werden. Dies gelang auch direkt und die Spielgemeinschaft ging nach wenigen Minuten durch Sven Hartmann erneut in Führung. Das Spiel blieb aber weiterhin ausgeglichen. Nach ungefähr 30 Spielminuten konnte Mannheim ein weiteres Mal den Ausgleich erzielen. Besonders ärgerlich war, dass kurz darauf sogar das 2:3 für die Gäste fiel. Nach einer Strafecke konnte der SG-Torhüter zunächst noch parieren. Der Nachschuss wurde dann aber verwandelt. Aus Sicht der Hausherren äußerst grenzwertig, da der Ball scheinbar geschlagen wurde. In der Halle sind jedoch nur Schlenzbälle oder Schieber erlaubt. Trotz noch mehrerer guter Gelegenheiten konnte die Heimmannschaft nicht mehr ausgleichen.

In der nächsten Partie traf die SG auf den Karlsruher TV. Auch hier ging man dominant in die ersten Minuten und auch einige Chancen wurden kreiert. Es dauerte allerdings 15 Minuten, ehe Elias Gansert einen harten Schuss im langen Eck unterbrachte. Dieses Mal folgte kein Ausgleich vor der Halbzeitpause, da Daniel Löpsinger sein Tor sauber halten konnte. Kurzzeitig mussten dann noch beide Teams auf einen Spieler verzichten. Jörg Seifert und sein Gegenspieler bekamen nach einer hitzigen Diskussion beide die grüne Karte. In der Pause gab es erneut wenig zu meckern. Lediglich hatte sich die Atmosphäre ziemlich aufgeheizt und es galt folglich einen kühlen Kopf zu bewahren. Anstelle kurz vor der Pause, fiel der Ausgleichstreffer kurz nach der Pause. Dieses Mal reagierte die SG aber sehr schnell und erzielte durch Matthias Hallmans verwandelten Siebenmeter das 2:1. Auch bis zum 3:1, erneut durch Hallmann, dauerte es nicht lange. Gleichzeitig gelang es den Gästen in dieser Phase nicht Daniel Löpsinger zu überwinden, um nochmals ran zu kommen. In den Schlussminuten stellte Swen Moll die Anzeige noch auf 4:1. Den Abschluss setzten dann nochmals der KTV, der seine Schlusstrafecke zum 4:2 verwandelte.

Unterm Strich steht somit ein solider Saisonauftakt für die SG Vaihingen-Ludwigsburg. Lediglich im ersten Spiel wäre ein weiterer Punkt verdient gewesen, um gänzlich zufrieden

aus dem Wochenende zu gehen.

Zu Sven Wiesebrock lag am Tagesende noch keine abschließende Diagnose vor. Lediglich Meniskus und Kreuzband schienen nach einer ersten Untersuchung nicht betroffen zu sein.

Es spielten: Daniel Löpsinger – Sven Wiesebrock, Sven Hartmann, Matthias Hallmann, David Maczynski, Sven König, Elias Gansert, Jörg Seifert, Steffen Eger, Swen Moll

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