Eine Punkteteilung wie eine Niederlage

von Daniel Löpsinger (Kommentare: 0)

Die Rahmenbedingungen waren so gut wie erwartet. Bestes Hockeywetter, ein neuer Kunstrasen und ein nahezu optimal besetzter Kader waren sehr gute Vorzeichen. Von den Stammspielern fehlten nur Daniel Sugg (Grippe), Jakob Brandauer und Tobias Bachmann (beide privat verhindert). Zusätzlich fehlte noch David Maczynski auf dem Platz. Der verletzte Spielertrainer (Knieverletzung) fokussierte sich daher vollkommen aufs Coachen. Sei Team stellte er offensiv ein und verlangte direkt von Beginn an Offensivpressing an der gegnerischen Viertellinie. Bereits nach dem ersten Ball sollte aggressiv gestört werden. Die SG setzte dies mustergültig um und so kam der VFB Stuttgart in den ersten 15 Minuten kaum Mal aus der eigenen Hälfte. Gleichzeitig verpassten es zunächst aber auch die Hausherren daraus Kapital zu schlagen. In der Viertelpause gab es nur kleinere Korrekturen. So sollte der Schusskreis von den Stürmern bei eigenem Ballbesitz stärker besetzt werden. Die Einteilung der Spielzeit in Viertel ist eine Regeländerung ab dieser Spielzeit im Aktivenbereich. Anstelle von zwei Mal 35 Minuten wird nun vier Mal 15 Minuten gespielt. Insgesamt ergibt dies rechnerisch nur noch 60 statt 70 Spielminuten. Die Nettospielzeit soll dabei aber ungefähr gleich bleiben, da bei Strafecken und nach Toren die Zeit gestoppt wird. Bisher lief diese durch. Zwischen den Vierteln gibt es eine Pause von zwei Minuten, die Halbzeitpause beträgt zehn Minuten. „Eine große Veränderung merkt man allerdings nicht. Die Viertelpausen konnte man früher durch Auszeiten erreichen, die jetzt nicht mehr erlaubt sind und kürzer kam uns das Spiel auch nicht vor.“, sagte Daniel Löpsinger nach der Partie.

Das zweite Viertel verlief identisch zum ersten Spielphase. Mit hohem Druck eroberte die Spielgemeinschaft früh den Ball oder zwang den Gegner zu Fehlpässen ins Seitenaus. Nach gut 20 Minuten fiel die verdiente Führung. Eine Hereingabe von links verlängerte Marlin Stercken zu Sven König, der genau richtig eingelaufen war. Der VFB Stuttgart war nun unter Zugzwang. Die einzige Ausgleichschance bot sich in Form zweier Strafecken. Den ersten Versuch parierte jedoch der SG-Torhüter und der zweite Versuch ging über das Tor. In der Halbzeitpause wurde das vermutete Gegnerverhalten in den zweiten 30 Minuten besprochen. David Maczynski rechnete nun mit mehr Druck beim eigenen Spielaufbau. Daher sollten auf den Flügeln Räume für Flugbälle gezogen werden. Genauso durfte sein Team keinesfalls nachlassen, damit der VFB keinen Raum bekam, um seine Qualitäten zu entfalten.

Im dritten Viertel gelang dies jedoch nicht mehr so gut und die Gäste kamen ein paar Mal mit Flanken vor das Tor, jedoch ohne einen gezielten Torschuss abzugeben. Im letzten Viertel konzentrierte sich die SG mehr auf die Defensivarbeit und beruhigte das Spielgeschehen. Auch ein paar gute eigene Chancen wurden nochmals herausgespielt. Die beste Gelegenheit hatte Elias Gansert, der den Torhüter auch schon überwunden hatte, ehe ein gegnerischer Abwehrspieler auf der Torlinie noch klären konnte. Das Spiel ging dann in die beiden Schlussminuten. Bei eigenem Abschlag resultierte die Großchance für den VFB Stuttgart. Ein hart geschlagener Ball ging direkt zum Gästestürmer und dieser konnte den Ball mehr zufällig als gekonnt stoppen. Am Schusskreisrand war sein Mitspieler völlig frei, umspielte den Torwart und erzielte den späten Ausgleichstreffer.

Nach dem Schlusspfiff überwog bei den Hausherren der Frust über den späten Punktverlust. Allerdings war die über die meiste Zeit sehr gute Auftaktleistung auch ein klares Statement für den weiteren Saisonverlauf.

Es spielten: Daniel Löpsinger – Stephan Veigel, Horst Wiesebrock, Sven Wiesebrock, Pierre Schöttle, Elias Gansert, Philipp Gerstung, Matthias Späth, Reinhard Bronner, Marlin Stercken, Jan-Michael Zeeb, Sven König, Jörg Seifert.

Zurück