SG Vaihingen-Ludwigsburg ärgert sich über Unterzahl

von Daniel Löpsinger (Kommentare: 0)

In der Vorbereitung auf das erste Feldspiel 2019 sah es noch so aus, als würde man genügend Spieler auf den Platz bekommen. Am Ende waren es dann aber doch zu viele Abwesenheiten und die Spielgemeinschaft musste der TSG Heidelberg mit nur zehn Spielern gegenübertreten. Taktisch entschieden sich die Gastgeber daher für ein 4-4-1. Dabei zog sich das Team in die eigene Hälfte zurück und verdichtete den Raum zwischen eigenem Schusskreis und Mittellinie sehr stark. Die Gäste hatten damit auch immense Probleme, da sich nahezu keine Lücken ergaben und die Bälle immer wieder abgefangen wurden. In der Offensive agierte die SG mit vielen langen Bällen auf den schnellen Stürmer Elias Gansert, der sein erstes Pflichtspiel bei den Herren absolvierte und dabei eine sehr gute Leistung zeigte. Nach knapp zehn Minuten hatte er sogar die Großchance sein Team in Front zu bringen. Einen vom Torhüter abgelenkten Ball konnte er am langen Pfosten aber nicht mehr im Tor unter bringen und der Ball ging knapp vorbei. Die erste Großchance der TSG Heidelberg ergab sich nach 15 Minuten aus einem Konter. Mit hartem Einsteigen konnte SG-Torhüter Daniel Löpsinger aber gegen den allein auf ihn zukommenden Stürmer klären. Trotz der Unterzahl hatte sich ein ausgeglichenes Spiel entwickelt, bei der allerdings zunehmend Torchancen nicht genutzt werden konnten. Das erste Tor konnten dann doch die Heidelberger erzielen, weil die heimische Hintermannschaft einen bereits eroberten Ball nicht konsequent genug klärte. Kurz danach folgte sogar das 0:2 als erneut die Zuordnung bei den Hausherren nicht stimmte. Einige Minuten vor der Pause nahm sich die SG eine Auszeit um nochmals die Kräfte für den Endspurt in Halbzeit eins zu sammeln. „Wir haben sehr gut mitgehalten, mussten dafür aber natürlich mehr Energie aufbringen als unsere Gegner.“, bemerkte Routinier Horst Wiesebrock. Ärgerlicherweise folgte trotz der Auszeit kurz vor der Halbzeitpause noch eine Unaufmerksamkeit im Spielaufbau. Aus dem direkten Gegenstoß konnte Heidelberg erneut Profit schlagen und mit 0:3 davon ziehen. Ersatzkapitän Daniel Löpsinger lobte seine Mitspieler in der Pause trotzdem: „Wir machen ein sehr gutes Spiel. Mit deutlich weniger Ballbesitz lassen wir kaum was zu und haben mindestens genau so viele gute Chancen wie die Gegner. In der Abwehr müssen wir konsequenter klären und sobald wir vorne ein Mal treffen, werden die Heidelberger nervös.“ Tatsächlich war bereits im ersten Durchgang viel hektische Kommunikation in des Gegners Abwehr zu hören gewesen, da man die Hausherren trotz Unterzahl nicht kontrollieren konnte. Die taktische Ausrichtung wurde in Halbzeit zwei offensiver. Bereits an der gegnerischen Viertellinie sollte gestört werden und dafür die gesamte Mannschaft weiter vor schieben, was sich dann als 3-4-2 darstellte. Allerdings ging der Spielgemeinschaft dadurch die Kompaktheit verloren und die Verteidigung wurde sichtbar offener. Die TSG hatte meist aber der Mittellinie viel grün und nur wenige Verteidiger vor sich. Chance um Chance der Gäste wurde dann aber doch immer noch irgendwie von Abwehr oder Torhüter vereitelt bzw. neben das Tor geschossen. Weiterhin erarbeiten sich die Vaihinger und Ludwigsburger eigene Chancen, die immer ruppiger versucht wurden zu unterbinden. „Die Fouls waren so nicht mehr akzeptabel, da ging es nur noch in die Füße und nicht mehr zum Ball.“, ärgerte sich Daniel Sugg. Verlierer in dieser heftigen Phase des Spiels war die Heimmannschaft, die in den letzten zehn Minuten Jörg Seifert mit gelber Karte wegen Meckern verlor. In doppelter Unterzahl war das Spiel dann praktisch schon vorbei. Den Abschluss markierte dann ein weiteres Gegentor in der letzten Spielminute. Am Ende stand ein 0:4, das in Unterzahl normalerweise kein unübliches Ergebnis ist. In dieser Partie waren sich danach aber beide Teams einig, dass es für den Spielverlauf viel zu deutlich war. „Die Erkenntnis bringt uns allerdings überhaupt nichts, da die gute Ausgangslage aus den Spielen im letzten Herbst dahin ist. Vielleicht wäre es ein anderes Spiel gewesen, wenn wir das 1:0 machen oder allgemein eine bessere Torausbeute gehabt hätten. Sicherlich wäre es anders gelaufen, wenn wir genug Spieler gehabt hätten.“, ärgerte sich Daniel Löpsinger nach Spielende. Sehr positiv kann die SG das taktische Konzept aus der ersten Hälfte bewerten, welches viel mehr Stabilität hatte als noch im Testspiel wenige Tage zuvor.

Es spielten: Daniel Löpsinger - Reinhard Bronner, Daniel Sugg, Horst Wiesebrock, Jörg Seifert, Steffen Eger, Elias Gansert, Sven König, David Maczynski, Matthias Hallmann.

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