SG Vaihingen-Ludwigsburg siegt in Unterzahl

von Daniel Löpsinger (Kommentare: 0)

Krankheit, Urlaub, Verletzung und Dienstreisen hatten den Kader der SG auf nur noch zehn Mann zusammenschrumpfen lassen. Darin eingerechnet war sogar schon der eigentlich nicht mehr aktive Paul Cioflica. Schlechte Voraussetzungen, um beim letzten Feldspiel vor der Hallensaison nochmals zu punkten. „Wir sind extra 150 Kilometer hier her gefahren und verwenden den ganzen Sonntag auf dieses Spiel. Lasst uns also auch in Unterzahl versuchen hier was zu holen.“, mit diesen Worten stimmte Daniel Löpsinger seine Mitspieler ein. Die erste Chance der Partie war dann aber bei den Hausherren. Nach wenigen Minuten verfehlte ein Flachschlag nur knapp das Tor der SG. Danach wurde das Spiel deutlich ausgeglichener. Die Gäste zeigten sehr viel läuferisches Engagement und stellten dadurch auch in Unterzahl die Lücken gut zu. Hinzu kam die individuelle Klasse mit der man dem Gegner im Eins-gegen-Eins überlegen war. Hadern mussten die die SG-Spieler mit dem elsässischen Schiedsrichter, der weder die Abstandsregel bei ruhenden Bällen kannte, noch die Hinweise seines Schiedsrichterkollegen beachtete. Trotzdem verfielen die Gäste nicht in Diskussionen, sondern setzten ihr Spiel konsequent fort. Mit jeder Minute verschoben sich die Spielanteile mehr und mehr in Richtung der SG Vaihingen-Ludwigsburg. Diese konnte mit der letzten Gelegenheit der ersten Halbzeit eigentlich den Führungstreffer erzielen. Der sich beim Schuss deutlich im Schusskreis befindende Ball wurde von Stephan Veigel flach ins Tor geschlagen. Der Schiedsrichter hatte dies jedoch als Einziger anders gesehen und erkannte den Treffer ab. Direkt danach ging es in die Pause. Nach kurzer Aufregung über das gestohlene Tor fokussierten sich die Gäste neu auf die zweiten 35 Minuten. Nur sehr kleinteilige Veränderungen nahm Daniel Löpsinger vor, der in Abwesenheit des eigentlichen Trainers, David Maczynski, die Mannschaft aufstellte. Entscheidend würde es werden mit den eigenen Kräften in Unterzahl zu haushalten. Die SG konnte an die erste Hälfte anknüpfen und nach wenigen Minuten erneut ein Tor erzielen. Aber auch dieses Tor wurde aberkannt. In diesem Falle war es jedoch deutlich schwerer zu erkennen, dass der Ball vom Straßburger Torhüter zu hoch ins Tor abgelenkt wurde und nicht direkt beim Schuss von Stephan Veigel. Zehn Minuten später war es dann aber doch soweit und Sven König erzielte den Führungstreffer in eigener Unterzahl. Schmerzlich bezahlen musste sein Team den Treffer mit der Verletzung von Jan-Michael Zeeb. Kämpferisch blieb er danach auf dem Feld, konnte allerdings nur noch über das Feld humpeln. Faktisch war das Team damit fast in doppelter Unterzahl und verlor spürbar an Stabilität in der Rückwärtsbewegung. Hinzu kam dann auch noch Pech. Ein missglückter Schussversuch fand doch noch einen Straßburger Stürmer, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Es blieb danach aber immer noch eine knappe Viertelstunde Spielzeit. Während einer Auszeit der Hausherren, sammelte die SG Vaihingen-Vaihingen-Ludwigsburg die letzten Kraftreserven, um doch noch den Sieg zu erringen. Danach wurde es turbulent. Innerhalb weniger Minuten bekamen zwei Straßburger und Sven König die grüne Karte wegen Foulspiels. Während der Strafzeiten ergaben sich für keines der beiden Teams Torchancen. Die letzten fünf Minuten gehörten dann nochmals den Gästen, die den Sieg erzwingen wollten. Eine Strafecke konnte nicht siegbringend ausgenutzt werden. Sven König tauchte wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff von der rechten Seite in den Schusskreis ein. Sein Heber über den grätschenden Torhüter wurde von einem Verteidiger auf der Torlinie regelwidrig abgewehrt. Die logische Konsequenz war ein Siebenmeter für die SG. Nach kurzer, heftiger Diskussion war die Spielzeit abgelaufen. Daniel Sugg verwandelte den Siebenmeter zum 2:1 Sieg für seine Mannschaft.
„Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir heute etwas mitnehmen können. Für alle, die hier auf dem Platz gekämpft haben, ist es deshalb super, dass wir sogar gewonnen haben.“, freute sich Torhüter Daniel Löpsinger nach dem Spiel. Zum Abschluss der Hinrunde ging es für die Mannschaft im Anschluss noch nach Roeschwoog zum Flammkuchenessen. In der Hallensaison werden der Vaihinger und Ludwigsburger Mannschaftsteil getrennt antreten. Es werden weniger Spieler benötigt, sodass beide Vereine eigenständig antreten können.

Es spielten: Daniel Löpsinger - Stephan Veigel, Jörg Seifert, Thomas Sodlaczeck, Daniel Sugg, Paul Cioflica, Tobias Bachmann, Sven König, Jan-Michael Zeeb, Reinhard Bronner.

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