Nachrichten Archiv Februar 2020

2. Hockeyherren holen Meistertitel

von Sven Hartmann

An einem spannenden Final Spieltag gelingen der SG Vaihingen-Ludwigsburg nochmals zwei Siege und damit die Meisterschaft und der Aufstieg in die 4. Verbandsliga.

Vor dem letzten Hallen Spieltag konnten noch vier Mannschaften die Meisterschaft in der 5. Verbandsliga holen. Aus eigener Kraft war dies allerdings nur der SG Vaihingen-Ludwigsburg möglich, die dazu mindestens vier Punkte aus zwei Spielen benötigte.

Im ersten Spiel traf der Favorit auf den HC Tübingen. Die erste Großchance bot sich dem Gegner, der bereits früh eine Strafecke herausholte. Das folgende Tor wurde jedoch aufgrund eines Regelverstoßes aberkannt. Nach diesem Warnschuss übernahm dann aber die SG voll und ganz das Zepter. In der ersten Halbzeit musste der eigene Torhüter überhaupt nur noch drei Mal eingreifen und auf der anderen Seite wurden zahlreiche schöne Torchancen herausgespielt. Kurz vor der Pause stand es dann auch schon 4:0 für die Vaihinger und Ludwigsburger. In der Halbzeit wurden auf Seiten der SG nur Kleinigkeiten optimiert und es galt vor allem im zweiten Durchgang nicht nachzulassen. Den besseren Start erwischte dann aber wieder Tübingen. Nach nur drei Minuten gelang mit einem Flachschlenzer ins lange Toreck der Anschlusstreffer. Das führende Team machte jedoch unbeeindruckt weiter und erzielte auch im zweiten Durchgang nochmals vier Tore. Am Ende stand mit dem 8:1 der deutlichste Saisonsieg fest. Die dazugehörige starke Mannschaftsleistung festigte zudem das Selbstvertrauen für die letzte Hürde auf dem Weg zur Meisterschaft.

Das letzte Saisonspiel gegen Heidenheim wurde aufgrund der Tabellen Situation zu einem echten Finale. Mit einem Sieg hätten die Heidenheimer den Wimpel holen können, jedes andere Ergebnis reichte der SG Vaihingen-Ludwigsburg. Besonderheit der Partie war, dass der Gegner ohne Torhüter und dafür mit sechs Feldspielern agierte. Dadurch gelang im Angriffsspiel eine Überzahl und gleichzeitig waren die Räume deutlich enger. Die SG tat sich mit dieser Situation schwer und das Spiel war vollkommen ausgeglichen. Nach langem 0:0 gelang Heidenheim der Führungstreffer. Nach 15 Spielminuten gelang Steffen Eger nach Strafecke der Ausgleichstreffer. Sein Team war hier klar im Vorteil, da der Gegner ohne Torhüter nur geringe Abwehrchancen hatte. Kurze Zeit später gelang es sogar das Spiel komplett zu drehen. Sven König kämpfte sich trotz Fouls durch und erzielte das 2:1. Heidenheim kam jedoch noch vor der Pause zurück und so ging es mit 2:2 in die Unterbrechung. Die SG Vaihingen-Ludwigsburg nahm zur zweiten Hälfte eine taktische Umstellung vor. Bereits Ende der ersten Halbzeit hatte sich das Offensiv pressing besser bewährt, als die zuvor abwartende Haltung. Tatsächlich bekam der Tabellenführer dadurch ein Übergewicht beim Ballbesitz. Die besseren Chancen hatte zunächst aber noch Heidenheim. Den SG-Torhüter konnten sie in dabei allerdings nicht überwinden. Das Spiel wurde im zweiten Durchgang deutlich emotionaler, da beide Mannschaften den Titel wollten. Eine klare Schiedsrichter-Ansage mit der Androhung von Hinausstellungen beruhigte die Gemüter wieder etwas. Daniel Sugg rächte sich auf seine Weise für zahlreiche versteckte Fouls. Einen langen Pass über die Bande verwandelte er anspruchsvoll aus spitzem Winkel zur erneuten Führung für seine Mannschaft. Nur wenige Minuten später konnte Sven König die Führung auf 4:2 ausbauen. Mit noch sechs zu spielenden Minuten warf Heidenheim nochmals alles nach vorne. Die SG hielt jedoch mit aller Kraft dagegen und ließ keinen Gegentreffer mehr zu. In den letzten Spiel Sekunden war die Meisterschaft damit bereits klar und der Abpfiff ging in Jubel und Glückwünsche über. „Zu Saisonbeginn hatten wir uns den Titel nicht als Ziel gesetzt. In den Wochen vor dem letzten Spieltag war dann die Tabellen Situation aber klar und dann wollten wir auch unbedingt den Wimpel holen.“, fasst Daniel Löpsinger zusammen. Mit sieben Siegen aus acht Spielen und den wenigsten Gegentoren beendet die SG Vaihingen-Ludwigsburg die 5. Verbandsliga als verdienter Hallenmeister.

 

Es spielten: Daniel Löpsinger – Reinhard Bronner, David Maczynski, Daniel Sugg, Steffen Eger, Jan-Michael Zeeb, Jakob Brandauer, Philipp Gerstung, Matthias Hallmann, Marlin Stercken, Sven König.