Nachrichten Archiv Januar 2020

Damen am Wochenende doppelt gefordert

von Hülya Özer

Am Wochenende sind die TSV Damen gleich doppelt gefordert. Am Samstag um 19 Uhr ist der HC Tübingen zu Gast. Sonntags um 13 Uhr die TSG Rohrbach.

2. Herren - 3 erfolgreicher Spieltag für die SG Vaihingen-Ludwigsburg

von Sven Hartmann

SG Vaihingen-Ludwigsburg festigt zweiten Tabellenplatz

Mit zwei weiteren Siegen gegen Pforzheim und Mitfavorit Stuttgart hat die SG Vaihingen-Ludwigsburg fünf ihrer bisher sechs Spiele gewonnen und damit den zweiten Tabellenplatz in der 5. Verbandsliga gefestigt.

Nach nur einem Training nach der Weihnachtspause ging es für die SG zum Auswärtsspieltag in Pforzheim. Direkt im ersten Spiel warteten die Hausherren. Wieder mit gut besetztem Kader angereist, nahmen die Gäste die Zügel früh in die Hand und kreierten schon nach wenigen Minuten zwei gute Torchancen. Bis zur Führung dauerte es dann auch nicht lange. Nach einem Pass in den Rücken der Abwehr schob Sven König den Ball überlegt ins lange Eck ein. In der Defensive stand die SG sehr gut und fing nahezu jeden Pass des Gegners ab. Dies ließ den eigenen Torhüter nahezu beschäftigungslos. Aus dem eigenen Chancenplus resultierte nach guten zehn Minuten eine Strafecke. Mit einer perfekt ausgespielten Variante hatte Sven König am Schusskreisrand freie Bahn und verwandelte zur 2:0-Führung. Zuvor war der Ball wie an der Schnur gezogen von Matthias Hallmann über Sven Hartmann zu ihm gekommen. Die erste gute Gelegenheit für die Hausherren bot sich mit dem Schlusspfiff der ersten Spielhälfte, ebenfalls in Form einer Strafecke. Pforzheims Eckenschütze nahm sich der Sache selbst an und verwandelte mit einem präzisen Schlenzer ins unsere Toreck. Nach diesem Anschlusstreffer ging es in die Pause. Die Vaihinger und Ludwigsburger hatten hier nicht viel zu besprechen. Der Ecke war ein individueller Fehler vorangegangen, ansonsten dominierte man das Spiel. Die Gäste waren daher auch als erstes wieder auf dem Feld und gaben auch in der zweiten Hälfte den Ton an. Wieder war es Sven König, der nach einigen Minuten mit seinem dritten Treffer des Spiels den alten Abstand wieder her stellte. Nach dem 3:1 gelang es dann allerdings nicht mehr das eigene Chancenübergewicht zu nutzen. Ein ums andere Mal wurden aussichtsreiche Möglichkeiten zur Vorentscheidung vergeben. In einem ungeordneten Moment nutzten dann die Pforzheimer wenige Minuten vor Spielende einen Konter und erzielten das 3:2. Die Gäste ließen danach die letzte Konsequenz in der eigenen Struktur vermissen und Pforzheim warf für den Ausgleich alles nach vorne. Torhüter Daniel Löpsinger und der Schiedsrichter, der ein Tor - vermutlich auch zu Recht - aberkannte, sorgten dafür, dass es bei diesem Spielstand blieb. „Das war ein typisches Hockeyspiel. Ein Team dominiert total und plötzlich wird es hektisch, wenn der vermeintliche Außenseiter wieder ran kommt.“, sagte Sven Hartmann beim Verlassen der Halle.

Im zweiten Spiel des Tages ging es für die SG Vaihingen-Ludwigsburg gegen den VFB Stuttgart, einen der Titelkandidaten. Wie erwartet entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Nach fast zehn Minuten brachte Elias Gansert sein Team in Führung. Einen Pass aus dem Halbfeld verwandelte er blitzschnell durch die Beine des heraus eilenden Torhüters. Kurz vor der Halbzeit gelang es dem VFB noch den Ausgleich zu erzielen. Zuvor hatte es die SG nicht mehr geschafft die Ordnung in der Defensivarbeit aufrecht zu erhalten. Diesen Makel galt es dann auch in der zweiten Halbzeit abzustellen und zudem die schon vor dem Spiel ausgemachten Schwachstellen im Stuttgarter Aufbauspiel zu nutzen. Dem Gegner war dies jedoch nicht entgangen und er stellte im Spielaufbau personell um. Trotzdem konnte Swen Moll seine Mannschaft mit einem Doppelpack noch zwei Mal in Führung bringen. Es gelang aber den Spielern aus der Landeshauptstadt die jeweilige Führung kurz danach immer wieder zu egalisieren. In den letzten Spielminuten wollten beide Mannschaften die Partie unbedingt für sich entscheiden, eine Punkteteilung war für beide keine Option. Das Spiel wurde dadurch deutlich ruppiger und laute Ansagen wurden durch die Halle gerufen. Die beste Führungschance des VFB konnte Daniel Löpsinger parieren. Im Gegenzug holten seine Mitspieler eine Strafecke heraus. Taktisch wurden die letzen Sekunden auf der Uhr herunterlaufen gelassen. Damit war klar, dass die Ecke die letzte Aktion des Spiels werden würde. Jakob Brandauer brachte den Ball gut herein und Sven Hartmann brachte alle verbliebende Energie in seinen geschlenzten Torschuss. Der Ball ging wie ein Strich ins lange Toreck, traf sogar noch einen Verteidiger auf der Torlinie, der aber keine Abwehrchance hatte. Der Siegtreffer zum 4:3 stand damit fest.

Mit diesen sechs Punkten zementiert die SG Vaihingen-Ludwigsburg den zweiten Tabellenplatz und warf zugleich den VFB Stuttgart aus dem Titelrennen. Inwiefern man nun selbst Chancen im Titelrennen hat, hängt noch stark von den Ergebnissen anderer Teams ab, bevor die SG dann am letzten Spieltag, Anfang Februar, selbst nochmals eingreift. 

Es spielten: Daniel Löpsinger - Pierre Schöttle, Elias Gansert, Jakob Brandauer, Sven König, Swen Moll, Sven Hartmann, Matthias Hallmann, Reinhard Bronner, Marlin Stercken, Jan-Michael Zeeb.